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Mit dem Begriff "Trickfilm" meint man im allgemeinen
Zeichentrickfilme, wie z.B. Cartoons, aber auch mittels der Einzelbildaufnahme
erstellte Puppenfilme, oder Knetmasse-Männchen. Natürlich
kann man mit dem Begriff jede Szene eines Films beschreiben, in
der -mit welchen Mitteln auch immer- "getrickst" wird,
aber in erster Linie meint man eben das Erzeugen einer Bewegung
(oder auch animieren von Objekten) mittels einer Einzelbildaufnahme.
Einer der bekanntesten Trickfilme ist z.B. "Chicken Run-Hennen
rennen". Das Prinzip ist immer gleich und dürfte den meisten
vertraut sein. Mir geht es hier aber nicht um den Zeichentrickfilm, sondern um
die Animation von Objekten, wie z.B. Puppen oder Figuren. Auch bezeichnet
mit "Bild für Bild"-Aufnahme oder "Stop-Motion-Technik".
Wie gesagt, das Prinzip ist einfach. Die Ausführung je nach
verwendetem Material umso schwieriger! Nimmt man z.B. wie ich Figuren
die eine miserable Standfestigkeit besitzen, kann es schon ziemlich
schwierig werden einen einzelnen Arm zu bewegen, ohne daß
die Figur umfällt. Außerdem muß man aufpassen,
daß man den Standplatz der Figur nicht verschiebt, da sonst
eine unnatürliche "wanderung" über den Boden
stattfindet. Da meine Beispielfilm-Figuren zudem noch stark eingeschränkte
Bewegungsfreiheit besitzen, mußte ich Prinzessin Leia auch
noch an Drähte binden, damit sie überhaupt in der Lage
war einen einzigen Schritt zu tun. Hier wird schnell klar, daß das Erstellen eines Trickfilms keine leichte Sache ist, sondern im Gegenteil recht anstrengend werden kann. Ein kleiner Fehler und die Aufnahme ist im Eimer und muß wiederholt werden. Jedoch ist der "Aha!"-Effekt den man damit erziehlt, absolut die Mühe wert. Hinzu kommt noch ein wenig Arbeit bei der Nachbearbeitung, denn bei der Einzelbildaufnahme hat man lediglich das Bild aufgenommen, nicht jedoch den Ton! Der muß mittels Soundeffekten von einer CD oder Real-Aufnahmen wieder hinzugefügt werden. Das fertige Ergebnis -inklusive eines kleinen Fehlers- kann man am obigen Beispielfilm sehen. Den kleinen Fehler bemerkt man an der Stelle, wo Darth Vader ausholt kurz bevor er Leia am Kopf trifft. Die gesamte Szene verrutscht ruckartig ein Stück nach rechts. Sowas passiert, wenn man nicht aufpasst und mit dem Fuß an das Stativ der Kamera stößt..... Noch ein kleiner Tip zum Schluß: Wir erinnern uns, daß unser Pal-Film 25 Bilder pro Sekunde braucht. Nun könnte man diese voll ausschöpfen und nach jedem Bild eine neue Bewegung der Figur hinzufügen. Dies würde zwar zu sehr flüssigen Bewegungen führen, ist aber immens aufwendig. Leichter kann man es sich machen, wenn man anstatt einem Bild nach jeder Bewegung gleich zwei Bilder aufnimmt (so gesehen bei einem "Sendung mit der Maus"-Special über das Entstehen einer Zeichentricksequenz mit der Maus). In der Praxis wird das bei den meisten Trickfilmen so gemacht. Daraus entstehen zwar ruckelndere Bewegungen, aber gerade das ist ein kleines Markenzeichen des Trickfilms. |
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