PC-Tips und Kuriositäten

Hier möchte ich ein paar Tips geben und ein paar kuriose Geschichten erzählen über den verhaßten Freund: der PC!
Natürlich übernehme ich keinerlei Verantwortung, falls irgendjemand sein Windoof neu installieren muß, denn jeder ist für seine Kiste und für das was er damit anstellt selbst verantwortlich! Also kommt mir ja nicht mit, der Udo hats geschrieben und jetzt muß ich Windows zum 1000ten Mal schon wieder installieren!
Vor allem
nehmt auch bei Eingriffen in die Registry in acht. Wenn sonst nix mehr geht, weil Microsoft keinen Button dafür hat, oder die vorhandenen Buttons keine Wirkung zeigen, in der Registry geht immer was, aber Vorsicht! Eine falsche Einstellung und es heißt Neuinstallation!

Und vorab muß ich noch loswerden: WinXP ist meiner Meinung nach nicht das ultimativ beste Betriebssystem von Microsoft! Wer das behauptet hat entweder keine Ahnung von der Materie oder bei demjenigen hat die Publicity-Gehirnwäsche so gut funktioniert, daß man ihm jeden Sch..ß andrehen kann! Ich gebe zu, wenn man z.B. Adobe Premiere ab Version 1.0 verwenden will, ist man dazu gezwungen XP zu verwenden, weil es sich unter Win2000 gar nicht mehr installieren läßt. Und ich muß auch zugeben, daß Schnittprogramme unter XP wenn sie denn laufen, besser laufen. Aber die Betonung liegt eben auf "wenn sie denn laufen...".

Wie? Ihr fragt warum XP nicht besser sein soll als z.B. Win2000? Tja, wo soll ich da anfangen. Zuerst einmal macht es den Computer lahm. Das liegt daran, weil die Compis ja immer leistungsfähiger werden und die Leute von Microsoft denken, ist ja super, dann können wir ja mehr Schnick-Schnack einbauen der im Hintergrund läuft! Anders ausgedrückt: Ein Betriebssystem verbrutzelt immer soviel Leistung wie momentan gerade zur Verfügung steht. Als Win2000 rauskam, waren die Compis lahm, daher mußte man da sparsam mit den Ressourcen umgehen. Ergo ist Win2000 auf einem heutigen Rechner schneller als XP. Es sei denn vielleicht man wühlt sich durch alle möglichen Einstellungen inklusive der Registry und schaltet den ganzen Kram unter XP ab. Man merkt das allein schon daran, daß XP mehr Leistung frißt, weil es ja auch mehr minimum Speicher benötigt damit man es überhaupt installieren kann. Ist eigentlich total dämlich: Da kauft man sich einen neuen AMD mit 3,2 GHz und schiebt den alten 1,1 GHz Rechner auf dem noch Win98 lief in die Ecke, drückt freudig auf den Power-Button, sieht das XP-Logo und ist voller Erwartung auf die Leistung und am Ende ist die Kiste genauso lahm wie die Alte. Okay, ist jetzt übertrieben dargestellt, aber so ungefähr. ;-)

Als nächtes: Microsoft will es zwar nicht zugeben, aber XP ist ein BETA-Betriebssystem. Das war bisher mit allen Windows-Versionen so und wird sich auch mit dem neuen Windows Vista nicht ändern. Win98 wurde erst mit erscheinen von Win98 SE gut. Win2000 war auch erst so richtig fit ab Service Pack 3. Und bei XP? Sind wir gerade mal bei Service Pack 2, wo es so halbwegs gut läuft. Falls jemand das Wort BETA nicht geläufig ist: BETA bedeutet ein Programm, das noch in der Entwicklung ist, also damit FEHLERBEHAFTET. Mittlerweile hat so eine Software sogar eine witzige Bezeichnung bekommen: Bananensoftware - reift beim Kunden. Ist doch klar, wofür teures Geld ausgeben, wenn man sich umfangreiche Tests sparen kann. So in die Richtung, wenn´s nicht paßt, wird der Kunde schon meckern und dann schmeißen wir halt ein Update oder ein Patch oder eben ein Service Pack raus, in dem die Fehler behoben sind. Daher ist und bleibt das Beste Betriebssystem von Microsoft immer noch das Vorangegangene bevor ein neues Windows rauskam. Und das ist in diesem Fall vor XP Win2000!

So, wollte ich nur mal gesagt haben, weil ich überall wo ich hinkomme um Probleme zu beheben, die Leute mir mit feuchtglänzenden Augen und freudigem Gesichtsausdruck verkünden, daß sie WinXP haben, während ich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlag und sofort weiß, warum sie die Probleme haben.... *g*


- USB-Mainboard-Anschluß ist nicht gleich USB-Mainboard-Anschluß, wie ich leider feststellen mußte. Leider unterscheidet sich der Anschluß für Front-USB von Mainboard zu Mainboard ganz erheblich, wie ich mit einem Asus und einem Enmic Board feststellen mußte. Schaut euch dazu diesen Beitrag an...
- Sollte die Grafikkarte mal Fehler produzieren während dem spielen, schaut mal nach ob sie genügend Kühlung bekommt. In erster Linie kommen Grafikfehler von Hitze. Vor allem bei passiv-gekühlten Karten sollte der passive Kühler in einem guten Luftstrom sein. Bei manchen Grafikkarten steht sowas sogar in der Anleitung: "Bitte für gute Gehäuse-Belüftung sorgen". Aus meiner Sicht eine der vielen heutigen Fehlkonstruktionen, wenn die Passiv-Kühlung nicht ausreicht.
 
- Sollte sich Win2000 nicht installieren lassen, weil es immer mit der Fehlermeldung abbricht, es konnte eine Datei nicht kopieren, aber eine Win98 Installation auf dem gleichen Rechner funktioniert, solltet ihr das Microsoft Memory Diagnostic Tool laufen lassen. Es testet die im Rechner verbauten Speicher-Module. Vermutlich ist einer defekt. Win2000 nimmt es da ein wenig genauer mit der Speicher-Verwaltung als Win98.
 

- Solltet ihr eine DC30+ Capture Karte von Pinnacle euer eigen nennen und ein Asus Motherboard besitzen, taucht möglicherweise diese Fehlermeldung im Geräte-Manager unter Win2000 auf:
" Code 31- ....kann aufgrund fehlender oder falscher Hardware nicht verwendet werden."
In diesem Fall solltet ihr im Bios den Eintrag "Plug&Play Os" auf "No" stellen.

 
- Sollte einmal beim abspielen einer MPG-Datei aus dem Internet mit dem MediaPlayer 6.4 folgende Fehlermeldung erscheinen
"Diese Anwendung wird Aufgrund eines ungültigen Vorgangs geschlossen...
MPLAYER2 verursachte einen Fehler durch eine ungültige Seite in Modul MCSPMPEG.AX bei..."
und ihr habt vorher Adobe Premiere 6.5 installiert, dann liegt das an einer fehlerhaften MPG-Splitter-Datei. Die Datei MCSPMPEG.AX ist von MainConcept. MC=MainConcept, SP=Splitter, MPEG=MPEG. Ich weiß nicht genau was diese Datei macht. In der Dateibeschreibung steht nur MPG I/II Splitter. Jedoch weiß ich was sie nicht kann: Gleichzeitig ein MPG-File abspielen, während es noch aus dem Netz gezogen wird. Die Lösung ist einfach: sucht diese Datei und löscht sie. Jedoch vorsicht! Sie wird von Premiere für den MPG-Encoder benötigt. Braucht ihr den MPG-Encoder nicht, könnt ihr sie getrost löschen. Braucht ihr sie doch, müßt ihr sie leider in ein anderes Verzeichnis schieben und bei gebrauch des Encoders wieder zurückschieben.
 
- Sollte euer PC eines Tages einfach nicht mehr hochfahren nach dem Einschalten, der Bildschirm bleibt schwarz und ihr bekommt nicht einmal ein Bios-piepsen (wohlgemerkt, normalerweise fiept das BIOS fast immer, ob als Fehlermeldung oder Okay), dann schaltet ihn einfach wieder aus, ZIEHT ZUSÄTZLICH DEN NETZSTECKER AB, Netzstecker wieder rein, anschalten und siehe da, es geht wieder. Warum das so ist? Keine Ahnung, da es jedweder Logik widerspricht.
 
- Euer PC schaltet sich nach dem Herunterfahren nicht selbstätig ab? Dann solltet ihr im BIOS unter dem Power-Managment den Eintrag APM überprüfen. APM ist das Advanced Power Managment und ist für das automatische abschalten zuständig. Daher sollte der Eintrag hinter APM auf "Enabled" stehen.
 

- Solltet ihr eine Nagelneue 160 GByte IDE-Festplatte gekauft haben und wollt diese als ein ganzes Häpchen unter Win2000 verwenden, vergeßt es lieber. Selbst wenn das BIOS sagt, es unterstützt Festplatten über 137 GByte (Vorraussetzung 1) und wenn ihr mindestens Service Pack 3 installiert habt weil ab da die 48-Bit unterstützung implementiert ist (Vorraussetzung 2) und ihr sogar in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\atapi\Parameters
ein REG_DWORD names "EnableBigLba" mit dem Wert 1 eingefügt habt (Vorraussetzung 3), wird die Platte die erste Zeit einwandfrei laufen, aber kommt ihr beim beschreiben der Platte mal in den Bereich über die 137 GByte, fängt sie auf einmal an Fehler zu produzieren, die soweit gehen können, daß sich die gesamte Inhaltsangabe der Platte zerschießt, was letztenendes zu Datenverlust führt, da die Platte nicht mehr ansprechbar ist und nur noch neu partitioniert und formatiert werden kann.
Ein Freund von mir (bei ihm unter WinXP) und ich selbst haben das schon erlebt.

Der Grund: Der atapi-Treiber adressiert immer noch intern mit 28 Bit, was zu einem maximalem Adressraum von ca. 137 GByte führt. Damit die Platte überhaupt mit der vollen Größe in der Datenträgerverwaltung angezeigt wird, muß in der Registry der oben genannte Schlüssel gesetzt werden, sonst wird die Platte sowieso zu klein angezeigt. Anders ausgedrückt: Damit man die volle Größe über das Bios überhaupt nutzen kann, braucht man den Eintrag in der Registry. Damit man sie jedoch bis zum letzten Zylinder beschreiben kann, muß man die Platte in kleinere Häppchen unter 137 GByte einteilen. Am Besten Häppchen von maximal 120 GByte und ihr habt keinerlei Probleme mehr.

Noch ein Hinweis: Das Problem tritt sowohl bei Windows 2000 als auch bei WinXP auf, jedoch nur bei Atapi-IDE-Geräten! Bei externen Festplatten am USB-Port oder auch bei Serial-ATA Festplatten mit neuerem Treiber gibt es das Problem normalerweise nicht! Der Serial-ATA Treiber ist anders ausgelegt und unterstützt Partitionsgrößen bis
2 TERRABYTE (ca. 2000 GB!).
Wer auf Nummer sicher gehen will: Es gibt ein Testprogramm namens h2test. Dieses schreibt 2 GByte große Files über eine frei definierbare Größe, z.B. 160 GByte und liest sie anschließend wieder aus.